Lieber Freund

 

Wir, das sind unsere temporären und stationären Fellnasen , möchten uns ganz herzlich für deine Unterstützung  bedanken. Stellvertretend für all die vielen Bitten, hinter denen immer ein Hundschicksal steht, gebe ich euch hier drei Anfragen wieder. 

 

 

„Der Hund ist nun schon seit 6 Wochen im Zwinger. Er hat völlig resigniert. Er ist den ganzen Tag alleine und hat keinen Kontakt mehr mit anderen Hunden oder anderen Menschen. Der 15 jährige Sohn spielt mit dem Hund 10 Minuten, wenn er Zeit und Lust hat und abends nach 22 Uhr geht er mit der Taschenlampe in den Zwinger und bringt dem Hund Futter. „

 

„Hallo,

 bitte helft uns wir sind verzweifelt!

 Mein Mann hat ein Fortgestrittenes Lungenkarzinom und jetzt stellte sich raus, dass es gegen Hundehaare allergisch ist.

Er liebt seine Lizzy. Die arme Maus bekommt aber bei keiner Tierschutz-Orga eine echte Chance.

Seit vier Wochen haben wir sie in einer Tierpension und langsam werden, unsere Mittel knapp.

Können wir Sie zu Euch bringen?“

 

 „Doch als er begann zu pubertieren, fing er an die Katzen mehr und mehr zu fixieren, fietschte, jaulte, bellte. Sobald wir ihn in seiner Dominanz einschränken wollten, gemäss der Trainerin, zeigte er uns die Zähne, knurrte und schlussendlich biss er uns auch die Hände blutig. Wir kamen keinen Moment mehr zur Ruhe. Meine Partnerin und ich waren beide mit den Nerven am Ende. 

Doch uns wurde klar, dass wir Rumo kein angenehmes und würdiges Leben bieten können.

So suchen wir ein neues Zuhause für ihn.“

 

 

Border Collies die den Ansprüchen nicht mehr genügen, die durch körperliche Schäden nicht mehr zu dem gebraucht werden können, was die Menschen erwarten, aber liebenswerte und Lebensfrohe Hunde sind, finden in unserem Refugium ein liebevolles zu Hause.  

 

Mit deiner Unterstützung ist es unseren Menschen möglich, uns ein gutes Leben zu bieten. 

 

Die Unruhe, die Neuankömmlinge bringen, ist für unsere Zweibeiner logisch. Es sind ja Hunde, die unverschuldet ihr Daheim verloren haben. Sie sind unsicher und manchmal auch überfordert. Sie wissen noch nicht, was mit ihnen passiert, wie sich verhalten sollen. Viele von ihnen haben keine Ahnung, wie „Hund“ sich benehmen soll. Das lernen sie mit uns und natürlich auch durch unsere Zweibeiner. 

 

Die bestehende Gruppe sind Hunde wie ich, die aus irgend einem Grund nicht mehr vermittelt werden können.  Bei mir ist es so , dass ich so Angst vor fremden Menschen habe, dass jeder Spaziergang für meine früheren Menschen eine Tortur war. Nach zwei Anzeigen beim Veterinäramt sollte ich eingeschläfert werden. So kam ich zu Border Homeless. Ich benehme mich hier sehr gut, schreie auch fremde Menschen nicht mehr über die Massen an, aber ich bin einfach froh, wenn sie mich in Ruhe lassen. 

 

Ich darf hier bleiben, so lange ich lebe. Auch für mich ist also deine Spende. 

Dafür danke ich dir herzlich. 

Bei den im Moment 19 Hunden, ist die taube und autistische Lya, Mouvie, die ein ernstes Problem mit Kindern hat, Quijla, deren Besitzerin versprochen werden musste, dass sie da bleiben darf, der taube Nardo, Tara, das unüberlegt angeschleppte Thai Hundemädchen, Shiva, die alte Pudelhündin einer verstorbenen Freundin........ das sind alles Hunde, die im Border Homeless Refugium bleiben dürfen. Die alten Hunde wie Chevara, Fighter, Giando oder Juwel, geniessen das gemütliche Chillen im grossen Auslauf.

 

Ohne deine Spende und deine Hilfe, könnten unsere  Zweibeiner nicht bezahlen, was wir an Kosten verursachen. 

 

Ein ganz grosses Dankeschön und einen Pfotendruck für deine Hilfe,

 

Suzette und Team

Ostern 2019

puuuhhhh, endlich komme ich mal wieder dazu, etwas zu erzählen. Ihr denkt sicher, dass ich viel fauler bin, als Even es war. Dem ist aber nicht so. Ich habe so viel um die Ohren mit Vierbeinigen Freunden, die neu zu uns kommen, aber noch keine Ahnung haben, wie Hund sich benehmen sollte. Da vermisse ich meinen Freund Even ganz gewaltig,.Er hat das immer souverän gehandhabt. Anïta musste ihn nie zurechtweisen, weil er zu garstig war. Ich greife selten ein, aber wenn, dann sieht es bestimmt grad Pierre oder Anïta und  ICH werde in die Schranken gewiesen. Dabei merke ich, dass Anïta manchmal einfach müde und der Menschen überdrüssig ist.

Vor ein par Wochen wurde  Pearl, das grosse Border Pony, adoptiert. Als Anïta nach ein paar Tagen nachfragt, klingt alles wunderbar....auch nach zwei Wochen noch. Anïta geht bei den Menschen vorbei um den Vertrag zu machen. Pearl signalisiert, dass sie unglücklich ist. Trotz allem setzt sich Anïta mit den Menschen an einen Tisch. Dann muss sie hören, dass die Menschen Pearl zurückgeben wollen, weil sie jetzt grad zweimal ins Büro gekakt hat !!!!¨Die Diskussion wird kurz, es passt. Natürlich sind die Menschen nicht schuld !! Wenn eine Bombe explodiert, ist die Bombe schuld, nicht der, der sie zündet.

 

Wir haben uns gefreut, dass die "Grosse" wieder da ist. 

 

Gestern, als Besuch da war, wollte die kleine Zweibeinerin der Familie unbedingt einen Hund streicheln. Es waren aber grad die Neuen, Mayla und Lizzy mit Anïta draussen. Bei den zwei wollte sie es nicht wagen, das kleine Kind  streicheln zu lassen. Immerhin hat Lizzy ja schon gebissen :-(  

So rief Anïta, dass ich kommen soll. Ich hatte so Riesenfreude und war stolz wie ein König. Bei mir hat es ja immer geheissen, dass man aufpassen muss wegen meinen Zähnen. Ich liess mich von dem Zwerg streicheln, hielt ganz still und ich freute mich, wie stolz Anïta mich beobachtet hat <3

 

Ja, und dann haben wir noch Geburtstag gefeiert.

Chevara wird 18 !

Bei uns ist es ja so, dass wir immer alle zusammen  feiern dürfen. Das Geburtstagskind darf immer als erstes auslesen, was es möchte. Das ist so spannend. Mayla, die am ersten April gerade mal ein Jahr alt wurde, kennt das natürlich noch nicht. Sie konnte sich nicht entscheiden. Krallte sich grad mal alles,zuerst das eine Spiel, dann das Würstli, dann den Ball.... Die Zweibeiner mussten sie stoppen, damit wir anderen auch noch alle was hatten. Aber es hat ja eh immer genug :-) Das ist immer lustig, ich weiss meist schon lange bevor ich dran bin, welche zwei/drei Sachen ich mir schnappen werde :-))

Am Schluss gibt es dann immer für jeden noch etwas speziell, bei dem man in der Reihe warten muss, bis man dran ist. Ist etwas langweilig, den Zweibeinern macht das aber Spass, dann machen wir halt mit. 

 

Anïta macht sich jetzt grad fertig, um mit der Alters und Geriatrie Gruppe einen Spaziergang zu machen. Sie nimmt meist noch einen unserer Gruppen dazu. Am Anfang fand ich das recht mühsam, diese Warterei. Inzwischen finde ich es aber toll. Ich habe viel mehr Zeit zum trödeln, zum schnüffeln und Zeitung zu lesen. Zudem merke ich, dass Anïta sich auf mich verlässt. Wenn etwas aussergewöhnliches ist, ruft sie immer erst die anderen, ich behalte mit ihr zusammen den Überblick. 

 

So Freunde, geniesst die Sonne und eure Vierbeiner

herzlichst, eure Mouvie

Kommentare: 1
  • #1

    Momo (Donnerstag, 25 April 2019 21:09)

    Liebe Chevara
    Alles Gute zum Geburtstag! - Wow, 18! Unglaublich... da bist du ja doppelt so alt wie ich! :-)
    Corinne lässt AnÏta auch liebe Grüsse ausrichten. Sie sagt, dass die Menschen manchmal seltsam (oder schlimmeres) sind. Aber zum Glück nicht alle. Und so lange es die Guten gibt, so lange lohnt es sich... - Ich bin nicht ganz sicher, wie sie das meint, aber ich kann definitiv bestätigen, dass es gute Menschen gibt. Pfote drauf!
    Wir freuen uns auf unser nächstes Treffen mit euch!
    Herzlich, Momo et al.

Januar 2019: Tapfer und sourverän

immer wieder  Montag..... 

Der Tag war gar nicht so schlecht. Anïta und ich  machten uns etwa um halb fünf Uhr auf, um mit den Alten und den Ferienhunden ihr Abendründeli zu machen.

Das ist nur bis zum ersten Waldabschnitt und dann dem Kanal nach zurück. Jeweils ca 40 Minuten, das kleine Special das diese Gruppe hat :-) 

Happy war  dabei, die kann man am  Abend nicht mehr frei lassen, da sie sehr jägerisch ambitioniert ist. Vicky lässt ja  auch nichts anbrennen, wenn es um Viecher geht, die man jagen könnte ;-) 

Wir waren schon fast zu Hause, das heisst, schon beim Brüggli. Anïta schaute zurück, ob die 17 jährige Chevara auch den rechten Weg einschlägt, und ja, sie kam. 

Als wir schon fast am Ende des Brüggleins waren, hörten wir  etwas platschen. Ups, ist da eine Ente ? Ich ging nochmal zurück, schaute ins Wasser und sah nichts. 

Ja nu, vielleicht ein Fisch der gesprungen war.

Wir wollten wieder weiter gehen und Anïta sah noch auf die andere Seite der Brücke, da tauchte der Kopf von Chevara aus dem Wasser.

Der Kanal zieht wie verrückt und sie trieb und schwamm in Windeseile abwärts. Anïta rannte…..rannte und rief und rannte und rannte.... 

Sie hielt Ausschau, wo sie  am besten rein springen könnte, dass sie auch wieder raus käme. Sie schrie mich an, dass ich am Ufer bleiben soll.

Keine Chance für Anïta, das Betonufer war Steinbein gefroren…..wir rannten und rannten,  Anïta rief…

Chevara schwamm tapfer, aber es zog sie immer auf die Seite, die weg von uns war.

Beim Rest.  Sonne hatte Anïta kaum mehr Kraft, sie rannte ins Resti und fragte ausser Atem," kann mir bitte SCHNELL jemand helfen." ?

Ein alter Mann hinter einem Tisch fragte zurück „wäge?“

Die einzige Frau  im Restaurant sprang auf und fragte, was sie tun kann. "Schnell schnell, bitte mit dem Auto dem Kanal nach fahren." Anïta und ich Ich sprangen auf den Beifahrer und der  Fahrstil der Frau machte James Bond alle Ehre.

Weit vorne sahen wir im Wasser den Kopf von Che. Wir sprangen raus, die Frau sagte, sie fahre bis zur Sandbank. Anïta schrie und schrie nach Chevara, sie muss sie gehört haben, sie drehte leicht zu unserem Ufer, aber es zog sie erbarmungslos weiter.

Da es schon stark eindunkelte, sahen wir  sie fast nicht mehr.

Und da, als Anïta schon fast beim Wasser war, verliessen Chevara  ihre Kräfte und sie ging  unter. Anïta sprang ins Wasser und erwischte sie grad noch am Halsband. Der Fluss zog an ihnen, aber sie hatte das Glück, dass sie  mit der linken Hand einen Grasbüschel erwischte. Sie  konnte bei Che nachgreifen und konnte das Gschtältli erwischen. Sie  zogen , hievten, stemmten Chevara aufs Bord und da war schon die Frau, die ihnen zu Hilfe kam. 

Sie befahl uns so triefend nass wie wir waren, ins Auto zu steigen. „ Ich weiss wo sie wohnen, ich war vor drei Jahren mal bei ihnen, für eine Privatstunde, für die sie nichts verlangten“. 

Sie fuhr uns heim. Da kam grad Pierre an und sie haben Che trocken gerubbelt und mit dem heissen Föhn getrocknet. Jetzt konnte Anïta los, um sich um die anderen Hunde zu kümmern.

Sie fuhr mit dem Auto zu unserem Brüggli und da stand Tara - mit Vicky, Nasha, Puscheli und Happy. Jupee und ich waren  ja mit ihr geblieben .

 

"Tara sagte, dass sie den anderen gesagt hätte, sie sollen mit ihr da warten, Anïta komme bestimmt, um sie zu holen." 

Anïta erzählte " Bei der ganzen Panik, bei meiner ganzen Angst, da ging mir das Herz auf. Unsere  zurückhaltende, eher scheue Tara !! <3 Sie weiss, wann es Ernst ist und hat es geschafft, dass alle bei ihr blieben. 

Sie  stiegen alle ein und fuhren die kurze Strecke heim. 

Chevara bekam einen Honig /Ingwer Tee, Schüssler Salze und das warme Bademänteli. Pierre stellte ihr noch die Wärme Wand hin und die Zweibeiner machten die Abend Arbeit fertig. 

Tara bekam ein extra grosses Gudi und viel viel Lob und Komplimente. Sie hat es sogar geschafft, die Jägerin Happy bei sich zu behalten.

Ich habe das Ganze überwacht und wäre zur Stelle gewesen, wenn es mich gebraucht hätte. EVEN, du fehlst uns, deine Führung, deine Überlegenheit , dein Wissen, was zu tun ist. 

Ich hoffe, du bist stolz auf uns alle.

 

Anïta erzählte, "An diesem Abend bin ich tausend Tode gestorben. Ich konnte mich kaum noch bewegen. 

Chevara hat ihren , 1 km langen Winter Schwumm im eiskalten Wasser  locker weg gesteckt.

Fürs letzte Bisi musste ich sie tragen, nicht nur meine Beine waren etwas schlapp, ansonsten aber unversehert.

Am Dienstag kam sie auf ihren Spaziergang, hat sich normal versäubert und einen grossen Appeit an den Tag gelegt.:-)  "

Die Kontrolle für Chevara Augen, gestern bei Frau Valser,  war sehr erfreulich. Das Auge sehe super aus und sie werde damit auch wieder sehen :-) 

Ivy, Piro, Maus, Zoulu, Benji und allen voran Even…… Danke ihr lieben Schutzengel. Das war knapp, denn nach der Sandbank hätte Anïta  keine Chance mehr gehabt. 

Es ist so schön, euch bei uns  zu wissen. DANKE von ganzem Herzen.  

Dezember 2018

Hallo ihr Lieben

 

Der letzte Montag war für uns alle ein grässlicher Tag. Obwohl wir alle schon wussten, dass mein Freund Even, nicht mehr sehr lange mit uns leben wird, war dann sein Krampfanfall doch erschreckend. Nach dem Hilferuf in die Klinik, bekamen sie sofort einen Termin. In der Regel ist ja immer jemand da, der mit Anïta arbeitet oder einfach so da ist. Just an diesem Montag war sie ganz allein. Pierre hatte Adventsfenster in der Schule, war also vor acht Uhr nicht zu erwarten.

 

Die frühe Dunkelheit am Abend, macht das Leben auf der Farm für die Menschen nicht unbedingt leichter. So rannte Anïta noch schnell zu den Schafen, gab denen genügend Heu und.... da lag „ Lila“. Lila ist ihr Lieblingsschaf. Sie röchelte und wollte nicht aufstehen. Also, noch mal Telefon in die Klinik. „ Nein, sie müssen nicht kommen, ich bringe sie gleich mit“ hörte ich Anïta sagen. Sie packte „Lila“ in  die Schubkarre und fuhr so zum Auto. Dann rief sie Andreas, das ist unser Nachbar, dass er ihr bitte schnell zwei Hände leihen kann. So packten sie Lila ins Auto, und Even auf der anderen Seite in die Box. 

 

Wir anderen Hunde mussten in den Borderraum und ins Haus. „Seid bitte brav, ich komme möglichst schnell wieder“

 

Jetzt kommt mir grad in den Sinn, dass ihr alle, oder die meisten von euch, mich noch gar nicht kennen.

 

Ich bin Mouvie, sozusagen eine ehemalige Border Homeless. Da ich bedingt durch meine Erfahrungen ein sehr gespanntes Verhältnis zu Menschenbeinen habe, blieb ich länger als geplant. Kinderbeine sind für mich das allerschlimmste. Wenn sie stampfen, schnell vorbeirennen oder gar treten, kann ich nicht mehr an mich halten. Ich muss die zwicken. So haben unsere Zweibeiner gesagt, dass sie mich nicht in ein Neues zu Hause geben können, sie wollen nicht, dass sich da noch mehr schlechte Erfahrungen häufen.

 

So lernte ich mit den Schafen arbeiten, machte Agility, Trick Dog, Begleiterin am Velo und neu auch Hoopers. Ich darf im Sommer die Ausbildung zum Wasserrettungshund besuchen. Ja, ihr lest schon richtig, ich wurde adoptiert und darf da bleiben. Even ist mein bester Freund und mein grosses Vorbild. Wir teilen uns oft ein Bettli und kuscheln zusammen. 

 

Da es im Borderraum schön warm ist, wir Bettli drin haben und Boxen, kuschelten wir uns ein und pennten. Als es sehr spät war, kam Anïta wieder heim. Sie war ganz nieder geschlagen und hat erzählt, dass Even jetzt über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Ihr Gesicht war voll Wasser.  Sie erzählte, das Lila eine Infusion bekam, Glucose und Kalzium, weil nicht ersichtlich war, was ihr denn fehlen könnte. Sie schlief einfach ein und wachte nicht mehr auf. Anïta fuhr im Regen und Dunkelheit mit Even ins Krematorium hier im Thurgau. Er habe ganz ruhig geschlafen, sie hat uns seinen Geruch und seine letzte Energie mitgebracht. 

Sie hat uns sehr gelobt und es gab dann auch gleich etwas feines zu essen. Wir waren aber auch brav, keiner hat Quatsch gemacht. Wir wissen schon, wenn es Ernst ist. 

 

Die Zweibeiner sind schon etwas komisch. Schon lange hat Anïta uns erzählt, dass man nur den Raum wechselt, wenn man nicht mehr im irdischen Leben ist. Und jetzt zerbricht sie fast, kann es sein, dass sie selber nicht so recht glaubt, was sie erzählt ? 

Wir Hunde, wir wissen es ganz genau. Wir sind immer noch da, einfach nicht mehr in diesem Körper. 

Und gestern Nacht hat sie es selber erlebt. Nachdem sie sich in den Schlaf geweint hat, ist sie plötzlich wieder aufgestanden. Ganz leise ging sie raus und sagte uns, dass wir liegen bleiben sollen. 

 

Das hat sie jetzt lange Zeit für Even gemacht, weil er es nicht mehr sehr lange aushalten konnte, ohne zu bisele. Sie stand im Zimmer, wartete und ging dann wieder in ihr Bett. Leise fragte sie mich, ob ich es auch gehört habe? Even war da. Kein anderer täppelet so wie er Ja ich spüre ihn, er ist oft da, auch wenn die Zweibeiner es nicht merken. 

 

Er fehlt. Sein Witz, seine Art und auch seine Ernsthaftigkeit. 

 

Ich werde und will ihn auch in keiner Art ersetzen, das kann man gar nicht. Ich möchte aber unsere Erlebnisse, unser Leben hier , in Geschichten verpackt,für ihn weiter erzählen. So lebt er doch noch irgendwie mit uns. 

 

Ich habe die Aufabe übernommen, die „Neuen“ zu lehren, was Menschen erwarten. Ich führe sie an. Ich bin nicht so lieb und geduldig wie Even, nicht so diplomatisch, sagen meine Menschen. Ich bin klar und direkt ;-) Aber ich gebe mein Bestes, einen  guten Job zu machen. 

 

Eure Mouvie

Kommentare: 3 (Diskussion geschlossen)
  • #3

    Catja (Mittwoch, 13 Februar 2019 10:19)

    Liebe Mouvie, du machst deine Arbeit souverän und gut. Du musst Even auch nicht ersetzen, du hast einfach seine Aufgabe übernommen und die wirst du mit deinen eigenen Fähigkeiten meistern... Ich kann mir vorstellen was Anita bei Chevaras Badeausflug durchgestanden hat!! Das ist ja grauenvoll so ein Erlebnis! Zum Glück ging alles gut aus. Schön, dass ihr ein eingespieltes Team seid - ihr packt das!!

  • #2

    Stephie (Samstag, 29 Dezember 2018 19:57)

    Liebe Mouvie
    Dein erste Erzählung hat mich schon zu Tränen gerührt. Da war an dem Tag ja bei Euch grad richtig viel los. Ich kann Anita gut verstehen, es tut wahnsinnig weh, einen geliebten Vierbeiner gehen zu lassen. Aber Du hilfst Anita ja super, aber bis ihr Euch alle an das Leben ohne Even gewöhnt habt, dauert es wohl noch etwas. Seid ganz lieb gegrüsst und ich freue mich auf viele weiteren Geschichten von Dir Mouvie. Machts gut und Kopf hoch.

  • #1

    Corinne (Mittwoch, 26 Dezember 2018 23:40)

    Liebe Mouvie
    Danke, dass du diese wichtige Aufgabe übernimmst. Ich bin sicher, du machst das gut, denn du bist mit ganzem Herz dabei. - Achte gut auf AnÏta; sie braucht dich.
    <3